Seit Jahren gibt es unter der Leitung des DFB-Schiedsrichterausschusses, delegiert an die Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit der Landesverbände, die
Arbeitsgruppe Schiedsrichter-Erhaltung. Diese Arbeitsgruppe hatte im vergangenen Jahr die Aktion "Danke Schiri!" ins Leben gerufen, mit der langjährige und
engagierte Schiedsrichter in verschiedenen Rubriken geehrt werden sollten, die nicht jede Woche im Rampenlicht einer großen Öffentlichkeit stehen, ohne deren
zuverlässige Arbeit an der Basis ein geregelter Spielbetrieb nicht möglich wäre.
Die Landesverbände waren aufgefordert, ihre Landessieger an den DFB zu melden, der diese dann zu einer zentralen Veranstaltung nach Hannover eingeladen hat,
Leser der DFB-Schiedsrichter-Zeitung wissen darüber bestens Bescheid. Um einen Landessieger zu küren, forderte der Verbandsschiedsrichterausschuss in Hessen
seine Kreise auf, ihm je Kategorie einen Kandidaten aus seinen Reihen zu melden. Dem sind selbstverständlich auch wir in Darmstadt gerne nachgekommen, wobei
wir uns gleichzeitig dazu entschlossen haben, diese Schiedsrichter unabhängig davon zu ehren, ob sie auf Verbandsebene zum Zuge kommen oder nicht. Sie sind
unsere "Schiedsrichter des Jahres 2011". Diese Ehrung wurde nun im würdigen Rahmen des Kreisschiedsrichtertages vorgenommen, bei dem die ihnen angemessene
Öffentlichkeit gegeben war.
Der DFB denkt derzeit darüber nach, die Aktion alle zwei Jahre durchzuführen, derzeit sind Gespräche im Gang, da gerade die zentrale Veranstaltung finanziert
sein will. Wie wir in Darmstadt damit umgehen werden, wird eine der Fragen sein, mit denen sich der neue Kreisschiedsrichterausschuss beschäftigen wird.
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Die Laudatio von Sebastian Schaab:
In der Rubrik "Oldie des Jahres" wäre es redundant, würde ich jetzt noch einmal die Eigenschaften aufzählen, die dazu führten, dass Erich unser Kreissieger
in dieser Kategorie wurde. Denn letztlich spielten genau die Punkte, die ich eben genannt habe, die Rolle, warum Erich als Erster für die neu eingeführte
Aktion des DFB in Frage kam. Lieber Erich, ich gratuliere Dir herzlich und danke Dir für Dein jahrzehntelanges Engegement.
Auch in der Rubrik "Schiedsrichter des Jahres im Altersbereich zwischen 25 und 45 Jahren", liebevoll auch "Schiedsrichter ohne Perspektive" oder "SOP"
genannt, ist es uns nicht schwer gefallen, einen würdigen Kameraden auszuwählen.
Zu den von DFB festgelegten Auswahlkriterien zählten unter anderem die Zahl der Spielleitungen, Ergebnisse von Leistungstests oder auch das soziale
Einbringen in die Vereinigung.
Für die Rubrik "SoP" haben wir Wolfgang Hofmann, Schiedsrichter seit 1983 mit nahezu 1500 Spielleitungen, nominiert. Wolfgang steht als loyaler, jederzeit
einsetzbarer Schiedsrichter auf Kreisebene nahezu uneingeschränkt zur Verfügung. Ohne solche Schiedsrichter, die ohne jemals Ambitionen auf eine
Listentätigkeit gehabt zu haben auf Kreisebene mit vollem Einsatz und großer Ernsthaftigkeit ihrem Hobby nachgehen, wäre der Spielbetrieb längst nicht mehr
aufrecht zu erhalten. Er ist der Prototyp des Schiedsrichters, der in den Vereinigungen am schmerzlichsten vermisst wird. Längst hat er auch seinen Sohn von
seinem Hobby überzeugt und zu einem aktiven Jung-Schiedsrichter werden lassen, den er bei dessen Spielleitungen betreut. Lieber Wolfgang, auch Dir gelten die
Glückwünsche des Kreisschiedsrichterausschusses verbunden mit dem Dank für die geleistete Arbeit.