Lehrgang des Förderkaders
in Ernsthofen


Das erste Wochenende der Herbstferien nutzte der Förderkader der Darmstädter Schiedsrichter nicht wie andere Schüler zum Entspannen, sondern zur Persönlichkeitsbildung und zur Verbesserung der Regelkenntnis.

Gruppenfoto Ernsthofen Oktober 2009

Die 14 Schiedsrichter trafen sich am Samstag – gefühlt im Morgengrauen – am Böllenfalltor, um gemeinsam nach Ernsthofen aufzubrechen. Dort angekommen wurden die Zimmer aufgeteilt und bezogen. Anschließend hielt Michael Imhof einen ersten Vortrag, der genauer definierte, was in Augen des Kreisschiedsrichterausschusses ein Talent ist. Was zeichnet ein Talent aus, oder auch was muss von einem Talent erwarten werden können, waren Fragen mit denen sich die Gruppe zu Beginn des Lehrgangs beschäftigte.

Um den größtmöglichen Lerneffekt zu erzielen, wurde die Gruppe im Anschluss in junge und ältere Schiedsrichterkameraden aufgeteilt, um so die Inhalte optimal auf die jeweilige Altersgruppe abzustimmen. Den sogenannten A-Kader der Älteren übernahmen Michael Imhof und Sebastian Schaab, wohingegen sich Wolfgang Wüst und Marco Reibold um den B-Kader und somit die jüngeren Schiedsrichter kümmerten.

Der A-Kader beschäftigte sich den ganzen Tag mit Fragen der Persönlichkeitsbildung. Auf Wunsch der teilnehmenden Schiedsrichter Yannik Bopp, Caglayan Gürbüz, Julius Holschneider, Hasan Kaya, Matthias Klein, Leonard von Landenberg, Alexander Singer, Jan Töns und Volkan Yildiz wurde verstärkt darüber gesprochen, wie man eine persönliche Ansprache auf dem Platz besonders wirkungsvoll einsetzen kann. Darüber hinaus wurden anhand von Rollenspiele Lösungsmöglichkeiten für besonders schwierige Situationen erarbeitet.

Der B-Kader führte einerseits Videoanalysen unter Leitung von Marco Reibold durch und interessierte sich andererseits für die Vorträge von Wolfgang Wüst zu den Themen „Rund um das Spiel“ und „Auswechselspieler“. Die beteiligten Nachwuchsschiedsrichter Tim Binstadt, Mirko Hofmann, Patrick Hönig, Hakan Kaya, Domenic Kellert, Philip Papadopoulos und Evangelos Vlastarakis konnten dabei einiges lernen, das sie nun in ihren eigenen Spielleitungen umsetzen können.

Um 17:00 Uhr versammelten sich dann alle Teilnehmer vor dem Fernsehgerät: Nicht etwa Entspannung war angesagt, sondern das entscheidende WM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Russland. Der Sieg der deutschen Nationalmannschaft sorgte dann allerdings für noch freundlichere Gesichter bei den Teilnehmern.

Während und nach dem Länderspiel standen für den A-Kader noch Einzelgespräche mit Michael Imhof oder Sebastian Schaab an. In diesen wurden gemeinsame Ziele formuliert und Probleme konstruktiv diskutiert. Alle Schiedsrichter empfanden diese Gespräche als sehr positive Neuheit des Lehrgangs.

Am Abend versuchten sich die einen auf Zeit an 3D-Puzzles, die Michael Imhof mitgebracht hatte, andere spielten gemeinsam eine stimmungsvolle Runde Karaoke. Jeder hatte seinen Spaß, obwohl aufgrund der bis 22 Uhr 15 andauernden Einzelgespräche leider keine gemeinsame Abendgestaltung in der großen Gruppe mehr möglich war.

Nach einem ruhigen Schlaf, dem standesgemäßen Waldlauf und dem wie immer hervorragenden Frühstück im Kreisjugendheim Ernsthofen traf unser Lehrwart Christian Ude am Sonntagmorgen ein. Dieser referierte über das Thema Strafstoß. Aus dem Referat entwickelten sich Diskussionen zu einzelnen Regelfragen, so dass sehr viele vielleicht schon länger währende Fragen beantwortet werden konnten.

Im Anschluss folgte der übliche Beamer-Test, bevor es eine Feedbackrunde, in der jeder Teilnehmer seinen Eindruck der vergangenen ein ein halb Tage nannte, so dass sich für die Lehrgangsleiter umfassende Rückmeldungen ergaben, die in weitere Lehrgänge einfließen können.

Ein großes Dankeschön gebührt schließlich dem Organisationsteam bestehend aus Michael Imhof, Marco Reibold, Sebastian Schaab, Christian Ude und Wolfgang Wüst, sowie dem Freundeskreis für die freundliche Unterstützung. Vielen Dank!

Philip Papadopoulos und Yannik Bopp


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