Freundeskreis der Schiedsrichter ist zehn Jahre alt


Zehn Jahre ist es her, dass elf Schiedsrichter der Kreisschiedsrichtervereinigung Darmstadt einen Freundeskreis gründeten, um die Ausbildungsarbeit im Schiedsrichterwesen zu unterstützen. Was damals als Experiment begann, ist heute nicht mehr wegzudenken: Der Verein hat nahezu 200 Mitglieder und sich längst als zuverlässiger Partner des Hessischen Fußballverbandes etabliert. Mit der Unterstützung der Fußballvereine im Kreis Darmstadt gelingt es seit Anbeginn, die finanziellen Mittel bereit zu stellen, die operativ benötigt werden. "Wir sind dafür sehr dankbar", so der Vorsitzende der Freunde, Michael Imhof, "denn ohne die Spenden der Vereine und ohne die Solidarität unserer Schiedsrichter wären wir nicht in der Lage, die Ausbildung der Schiedsrichter in unserem Kreis auf diesem hohen Niveau zu unterstützen." Dabei beschränkt sich die Arbeit des Vereins längst nicht auf die Bereitstellung finanzieller Unterstützung. Gerade auch in fachlicher Hinsicht hat der Verein in den vergangenen Jahren viel geleistet: Schon sehr früh reifte die Erkenntnis, dass reine Regelarbeit nicht ausreicht, sondern dass gerade auch im Bereich der neudeutsch gerne "Softskills" genannten Fähigkeiten angesetzt werden muss. So waren es Mitglieder des Freundeskreises, die als erste ein durchgängiges Konzept der Persönlichkeitsförderung junger Menschen vom Ausbildungslehrgang an bis zu ihrem Einsatz in höheren Spielklassen entwickelten und mit Erfolg einsetzten. Wertvolle Impulse wurden ins Hessenland auch zum Beobachtungswesen der Schiedsrichter gesendet: Die Erkenntnis, dass es nicht ausreicht, einem jungen Schiedsrichter nach seiner Spielleitung eine Note in Form einer reinen Zahl zu geben und am Ende der Saison die zweite Nachkommastelle über den Auf- oder Abstieg eines Schiedsrichters entscheiden zu lassen, führte zur Entwicklung eines Coaching-Konzeptes, bei dem erfahrene Schiedsrichter als beratende Partner ihrer Schützlinge und nicht als zensurenverteilende Oberschiedsrichter eingesetzt werden. All das hat sich inzwischen in ganz Hessen durchgesetzt und auch in Darmstadt dazu geführt, dass die Vereinigung jetzt wieder stolz auf fünf Schiedsrichter in ihren Reihen verweisen kann, die in der Verbandsliga eingesetzt werden. Dazu verfügen die Darmstädter Schiedsrichter über einen Unterbau, der hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lässt.

Die Mitgliederversammlung war gut besucht.

Stolz ist der Verein auch, dass über 60 Schiedsrichter ihm von Anfang an die Treue halten. Sie konnten jetzt auf der gut besuchten Mitgliederversammlung für zehnjährige treue Mitgliedschaft geehrt werden.
Rolf Teller und Helmut Ziegler wurden zu Ehrenmitgliedern des Freundeskreises ernannt.

Eine besondere Auszeichnung wurde Rolf Teller und Helmut Ziegler zuteil. Beide haben als Männer der ersten Stunde als Vorsitzender bzw. als Rechner den Verein über viele Jahre aufgebaut und mit ihrer herausragenden Pionierarbeit den Verein zu dem gemacht, was er heute ist. Sie haben sich damit bleibende Verdienste um die Darmstädter Schiedsrichter erworben. So war es denn gewissermaßen eine logische Konsequenz, dass die Mitgliederversammlung beide einstimmig zu den ersten Ehrenmitgliedern des Freundeskreises ernannt hat. Die Abbildung zeigt Rolf Teller und Helmut Ziegler eingerahmt vom Vorstand des Vereins, der bis zur Mitgliederversammlung den Verein geführt hat: v.l.: Michael Imhof (Vorsitzender), Rolf Teller, Helmut Ziegler, David Wegmann (stv. Vorsitzender) und Hartmut Möller (Rechner).

David Wegmann wird aus dem Vorstand verabschiedet.

Die Neuwahlen zum Vorstand des Vereins mussten aufgrund eines ungeschriebenen Gesetzes zu einer Veränderung führen: Seit Anbeginn gibt es ein Gentlemen's Agreement, dass der Vorstand des Freundeskreises zahlenmäßig nicht von Mitgliedern des Kreisschiedsrichterausschusses dominiert werden soll. Da nach den Wahlen auf dem Kreisschiedsrichtertag im Frühjahr der neugewählte Kreisschiedsrichterausschuss David Wegmann, der Mitglied des neugegründeten Kreislehrstabes ist, als Beisitzer in den KSA berufen hat, und da Michael Imhof dem KSA weiterhin als Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit angehört, stellte David Wegmann sein Amt im Vorstand des Freundeskreises zur Verfügung. Er wurde mit einem kleinen Präsent als Anerkennung für seine engagierte Arbeit in den letzten beiden Jahren verabschiedet.
Aber ein Ende ist immer auch ein Anfang: Einmal mehr konnte ein junger Nachwuchsschiedsrichter für eine Mitarbeit im Freundeskreis gewonnen werden: Volkan Yildiz wurde einstimmig zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und wird Michael Imhof und Hartmut Möller in den kommenden beiden Jahren zur Seite stehen.


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